Archiv der Kategorie 'radioshows 2014'

techno.show # 04

Mila Stern war einen Sommer lang in der Wüste und hat dort hebräisch gelernt, sie wäscht ihre Joghurtbecher nicht aus, mag dunkle Keller und legt großartige elektronische Musik auf. Genug Gründe also, um sie in die techno.show auf coloRadio einzuladen. Und wir freuen uns wirklich sehr, dass Mila den Weg auf sich genommen hat und wir sie für unsere Sendung gewinnen konnten.

In der techno.show # 04 konnten wir ihre feinstoffliche Art von Techno erleben. Für die Hörer_innen von coloRadio hatte sie ein exklusives Set im Gepäck. Wer eingeschaltet hat, der oder die wurde an diesem Samstagabend auf eine Reise geschickt. Von verweilend-melancholischen Klängen bis hin zu rhythmisch-treibenden Beats war diesmal alles dabei. Mila hat ihren eigenen Kopf und diesen voller Phantasie.

Zwischendurch sprachen wir mit ihr über ihre Zeit in Israel, die Bedeutung elektronischer Musik und Parties in Tel Aviv, über ihren Werdegang vom Cello zum Plattenspieler, diese und jene Atzen und diverse Zukunftspläne.

Die Sendung zum nachhören gibt es hier: techno.show # 04

techno.show # 03

Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir in der dritten techno.show auf coloRadio erstmals einen internationalen Gast begrüßen durften. Die kanadische Produzentin und DJ Aschka, die derzeit in Berlin lebt, hat sich für die Hörer_innen von Coloradio, mit einem exklusiven Set im Gepäck und jeder Menge Gesprächsstoff, auf den Weg nach Dresden gemacht.

Aschka steht für deepen Sound, der sich nicht nur auf Techno festnageln lässt, sondern zwischen House, Techno und experimentellen, elektronischen Klängen auf die Reise geht. Ihr musikalischer Werdegang begann sehr früh und führte die damalige Pianistin Aschka nach einer Europa-Tour in den 1990er Jahren über Jazz, Breakbeat und Downbeats zu den flächigen, tiefen und emotionalen Tönen, die ihre Musik heute charakterisieren. In den letzten Jahren veröffentlichte sie auf Ibadan Records, De’fchild und Firm. Sie ist inzwischen längst zu Hause in der europäischen Clublandschaft, legte mehrfach im Maria am Ostbahnhof, im Tresor, dem :// about blank in Berlin sowie zahlreichen Locations in Belgien auf.

Die Sendung zum nachhören gibt es hier: techno.show # 03

Rymd mit hartem R

Silva Rymd verzauberte mit einem tollen Set und einem großartigen Gespräch bei der techno.show #02 auf Coloradio.

Ein Samstagnachtset war es, dass Silva Rymd uns am 29. März in unsere Sendung mitbrachte. Und was für eins! Dass sie vor ihrem Besuch im Studio einen Tee der Marke „Die Ruhe selbst“ getrunken hatte, war nötig, denn sonst wären wir wahrscheinlich alle zusammen abgehoben. Selten mussten wir uns so an den Stühlen festhalten und nie hat es so sehr weh getan, den Regler am Mischpult herunter zu ziehen, um den Weg für die Unterhaltung mit ihr frei zu machen. Und dabei hatte sie viele tolle Dinge zu erzählen. Es war ein Dilemma sozusagen.

Silva Rymd bezeichnet das :// about Blank, in welchem sie Resident-DJ ist, liebevoll als ihr „Wohnzimmer“. Im November des letzten Jahres legte sie erstmalig bei der Klubnacht im Berghain, neben Len Faki, Marcel Dettmann und The Advent auf. Anschließend machte sich Silva Rymd nach New York auf. Sie erzählte uns in der Sendung nicht nur, was sie da gemacht hat – Recherchen für ihre Masterarbeit –, sondern auch, wie schön es war, in den Alltag mit den Menschen zu geraten.

Der Sound von Silva Rymd steht für dunklen und experimentellen Techno. Ihre Sets lassen einen spüren, dass sie es mag, an verregneten Novembertagen spazieren zu gehen, ohne den Kopf dabei hängen zu lassen. Techno ist für sie etwas, dass untrennbar mit dem Akt des Teilens verbunden ist: Emotionen und Berührungen, die zwischen der Tanzfläche und dem DJ ausgetauscht werden. Die Tanzfläche waren dieses Mal die Sendemasten von Coloradio und die Crowd war unsichtbar. Silva Rymd hat es trotzdem geschafft, alle zu verzaubern. Und dienigen, die am 29. März verpasst haben, einzuschalten, sollten die Sendung nun unbedingt nachholen, diejenigen, die dabei waren, werden sowieso noch einmal hinhören wollen.

techno.show # 02

Pelmeni und Wareniki

Zweimal Wareniki mit Kartoffel-Sauerkraut-Füllung, einmal Pelmeni mit Rinderhack und einmal Pelmeni mit Schweinehack, dazu dreimal süße, russische Limonade, eigentlich mit Sprudel, aber unterschiedlich stark sprudelnd und Bier aus St. Petersburg standen nach unserer Radio-Session auf dem Tisch. Eine zweieinhalb Stunden-Sendung zehrt eben an den Kräften der Beteiligten. Schlimm, wenn die Produzent_innen dann auch noch vergessen, dem Künstler sein Essen zu bezahlen. Umso besser ist die Sendung aber geworden und kann sich wirklich hören lassen.

n.akin war zu Gast und hat mit seiner Musik eine neue Radiosendung auf Coloradio eingeläutet. Charlotte Elliot und Michael Bergmann werden zukünftig in unregelmäßigen Abständen aber mehrmals im Jahr in ihre Sendung „techno.show“ Künstler_innen einladen, die Techno nicht nur als Musik zum Tanzen verstehen. Sie kommen aus politischen Zusammenhängen und wollen mit ihrer Musik nicht nur dem Hedonismus frönen, sondern diskriminierungsarme Räume schaffen, in denen Menschen zusammen feiern können.

Das in die erste Sendung ausgerechnet n.akin vom Institut für Zukunft eingeladen wurde, ist kein Zufall. Das IfZ setzt in Leipzig derzeit ein Clubprojekt um, bei welchem alte und neue Spielarten elektronischer Musik sowie Initiativen für politische Bildung und soziokulturelles Engagement, Kunst und Kultur ihren Platz finden sollen. In der Sendung präsentierte n.akin nicht nur ein exklusives Set, sondern sprach über seine Vorstellungen von Techno und den aktuellen Stand des IfZ-Clubprojektes.

Wer die Sendung nachhören möchte findet sie hier:

techno.show # 01